Alexander Maschek in der Geschäftsleitung bestätigt

04. April 2018 /// Tim Galonska

Als Nachfolger für den in den Ruhestand ausscheidenden Josef Lampert rückt Alexander Maschek in die Geschäfstleitung auf.

 

Herzlichen Glückwunsch, Alexander. Erzähle doch bitte über deine bisherige Arbeitserfahrung und darüber, was dich zu KNEITZ gebracht hat.

Ich habe an der FH Steyr Internationales Logistikmanagement studiert  und war nach dem Studium über sechs Jahre in der Beratung für Kunden wie Volkswagen, Audi und Mercedes tätig. Dort habe ich die Affinität zur Automobilindustrie erworben und auch großen Spaß daran gefunden.

Von Montag bis Donnerstag immer im Ausland zu sein, war auch eine große Herausforderung und aus diesem Grund habe ich mich im Januar 2016 für eine Arbeitsstelle in meiner Heimat entschieden. Ich war bei der Firma Eybl Austria zuerst für die Logistik zusändig, habe dann die Werksleitung übernommen und wechselte letztendlich in den Vertrieb und das Business Development. Ich habe also so ziemlich alle Bereiche kennengelernt und konnte sehr viele Erfahrungen sammeln, welche jetzt sehr hilfreich sind. Wie bin ich zu Getzner/KNEITZ gekommen? Manchmal schreibt das Leben interessante Geschichten.

Die Beratungsbranche ist sicherlich sehr zeitfordernd gewesen. Was ist deine persönliche Lösung dafür, Familie und Beruf zu managen?

Eine interessante und schwierige Frage. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, mit Johanna eine solche Frau zu haben, die meine Karriere immer unterstützt hat. Die wenigen Stunden, die jeden Abend übrig bleiben nutze ich aber dafür sehr intensiv mit meiner Frau und meinem 9-Monate alten Sohn. Diese Zeit gibt mir Kraft, die anstehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.   

Mit 35 Jahren Verantwortung über 130 Mitarbeiter und ein Unternehmen zu haben ist sicherlich nicht selbstverständlich. Wie fühlt sich das an?

Mein Ziel war  es seit dem Studium eine Führungsrolle in einem großen Unternehmen zu übernehmen. Ich habe viel Aufwand, Einsatz und Leistung investiert um das Ziel zu erreichen. Es war nicht immer leicht, aber wie mein Opa schon sagte: „Kämpfen zahlt sich aus!“ Umso mehr freut es mich, dass ich diese Ziele realisieren konnte. Auch wenn die eigentliche Arbeit als Geschäftsführer jetzt erst beginnt und neue Aufgaben auf mich warten.

Wie kam es denn dazu, dass man gerade Dir diese Aufgaben anvertraut und die entsprechende Verantwortung übergibt?

Die Getzner Textil AG hat das Ziel die Business Unit Mobility auszubauen und auch verstärkt in die Automobilindustrie einsteigen. Aufgrund meiner Erfahrungen in der Automobil- und Textilindustrie hat man mir diese Aufgaben zugetraut.

Du teilst dir die Geschäftsführung mit Bernhard Deutinger und Rolf Gottmann. Wie funktioniert diese Aufteilung nun konkret?

Es gibt monatliche Meetings um strategische Entscheidungen und Ergebnisse gemeinsam abzustimmen. Eine sehr offene Kommunikation und Diskussionbasis lassen schnelle Entscheidungen zu. Schlussendlich haben wir immer eine gemeinsame Meinung, die wir gemeinsam vertreten und so die Ausrichtung von KNEITZ festlegen.

In welchen Bereichen kannst du nun mehr deine Stärken einbringen und wo bist baust du besonders auf die Unterstützung deiner Geschäftsführer neben dir?

Der aktuelle Schwerpunkt ist die Vergrößerung der Automobilsparte. Ziel ist es diese bis 2021 zu verdoppeln. Wir sind auf einem guten Weg und bei allen Premiumherstellern in diversen Entwicklungen. Der zweite Schwerpunkt ist die Logistikketten zu analyiseren und zu optimieren. Eine weitere Stärke sehe ich aktuell in der Bindegliedfunktion zwischen der jungen und erfahrenen Generation.

Rolf hat das ganze technische Know-How, weiß wie jede Maschine funktioniert. Hier bin ich besonders froh auf seine Erfahrung zurückgreifen zu können. Bernhard hat dem Betrieb aufgebaut und zu seiner jetztigen Größe und Ausrichtung getrimmt. Er ist ein genialer Verkäufer und Stratege – da kann ich mir definitiv noch einiges abschauen.

Welche Aufgaben siehst du in der Zukunft, die uns vor größere Herausforderungen stellen werden?

Aktuell ist für mich die IATF Zertifizierung, die wir für Februar 2019 anstreben, die größte Herausforderung. Außerdem stehen uns einige Systemumstellungen bevor, die immer auch Änderungen in unserer Arbeitsweise verlangen und wo wir offen für Neues sein müssen.

Mittelfristig wird das Erreichen der Wachstumsziele aus der Strategie 2021 sicherlich herausfordernd. Hier sind wir gefragt, die neu aufgebauten technischen und menschlichen Ressourcen so auszurichten, dass wir die Ziele erreichen. Wichtig ist außerdem, dass wir den Generationswechsel schaffen, damit die jungen und neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Wissen der vorangegangenen Generation verinnerlichen und mit ihren neuen Ideen ergänzen können.

Daraus leiten sich auch langfristige strategische Herausforderungen ab. Der Standort Bad Mitterndorf muss sich gegen billiglohnkonkurenten der großen Konzerne in der Branche beweisen. Wir müssen hier mit Qualität und Innovation punkten, sodass wir einem Preiskampf entgehen und stattdessen mit hochwertigen Produkten unsere Kunden überzeugen können.

Gehen wir davon aus, KNEITZ gelingt dieser Kampf. Wie sieht das Unternehmen in 10 bis 15 Jahren aus?

Mir ist es besonders wichtig, einen globale Ausrichtung sicherzustellen. Um weltweit agieren zu können wird es unvermeidlich sein Produktionspartner im Verbund der NAFTA  und in China zu haben. Eine weitere Schwerpunkt wird die Innovationsausrichtung sein. Wir forschen aktuell an sehr interessante Themen, die viel Potential haben. Der Standort Bad Mitterndorf im Herzen Österreichs wird immer unser Headquarter sein, wo wir die Zukunft gestalten.

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